geschenkter Gaul

Ich bin gefragt worden, ob ich Lust hätte, zu testen. Ich hatte Lust und habe getestet. Und ob ich dann darüber schreiben würde. Das tue ich jetzt. Und auch, wenn man leicht versucht ist, sich über ein Geschenk eher positiv zu äußern, muss ich doch heute leider mein persönliches No Go aussprechen.

Frau Antonmann und EA SPORTS Active, das wird nichts. Ich hätte über das wirklich nervige Kabelgeschlubbere hinwegsehen können. Darüber, dass man bei manchen Übungen die Arme beim Springen in die Höhe reißen soll und dass dabei gleichzeitig der Nunchuck mit Schmackes aus der Beinschlaufe gezerrt wird und einem um die Ohren saust. Darüber, dass man sich bei manchen Übungen nicht auf das richtige Ausführen der Übungen konzentrieren kann, weil sich gleichzeitig Kabel und Gummitwist in die Quere kommen. Ich hätte darüber hinwegsehen können, dass das ewige Motivationsgeschnacke des Trainern mir schon beim ersten Workout vollkommen auf die Nerven ging. Sätze wie Du siehst aus wie eine durchtrainierte Workoutmaschine. oder Solange du 110% gibst werden wir gut miteinander auskommen. gehen wirklichwirklich gar nicht. Ich hätte darüber hinwegsehen können, dass ich nach zwei Tagen Workout plötzlich an einer Stelle im rechten Oberschenkel bei jeder Bewegung Schmerzen hatte und ich dann bei dritten Workout feststellte, dass das genau die Stelle ist, auf die der in der Beinschlaufe befestigte Nunchuck bei jeder Beinübung auf meinen rechten Oberschenkel drückt. Autsch. Worüber ich jedoch so überhaupt gar nicht hinwegsehen kann, ist die Tatsache, dass ich seit Beginn mit dem Workout einen komplett aus den Fugen geratenen Schulter-Nacken-Bereich habe. Kopfschmerzen, Nacken- und Schulterschmerzen, ziehender Schmerz in den Armen und jeden Tag Tabletten, um es ein Wenig erträglicher zu machen. Sicherlich liegt das Problem ganz allein bei mir und meiner wahrscheinlich furchtbar schmächtigen Rückenmuskulatur. Sicherlich ist das Programm kompetent und professionell entwickelt, nur mein Körper ist zu blöd, um das zu kapieren und damit umzugehen. Aber trotzdem, seit Tagen mit Schmerzen rumzurennen, das ist für mich das klare Aus für das Programm. Und ich sehne mich nur noch ein einziges Mal nach der Stimme meines schnickeligen Trainers: Das sieht gut aus. Hör so auf wie du angefangen hast.

(Und da das jetzt natürlich ein rein subjektiver Bericht ist, der auf meinen ganz persönlichen Erfahrungen beruht, können Sie hier gerne nachlesen, dass es einem mit dem Programm auch ganz anders ergehen kann.)

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am Freitag, 12. Juni, 2009 um 12:39 und ist eingeordnet unter Antonmenschen. Sie können den Antworten zu diesem Beitrag mit RSS 2.0 Feed folgen. Sie können etwas sagen oder einen Trackback von ihrer Seite setzen.

1 Kommentar zu “geschenkter Gaul”

  1. Frau Kathy sagt:

    huch, da gehen die meinungen ja wirklich total auseinander. ich habe mit keins ihrer problemchen zu kämpfen und mir macht das training sehr viel spaß.
    ach so ja ok, der trainer geht mir auch bisschen auf die nerven, aber da kann ich auf durchzug stellen. ;-)

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