Pizza connection

Ich musste heut’ mein Handy in der Schule abgeben.
Warum benutzt du denn deine Handy in der Schule?
Hab’ ich gar nicht. Die S. hatt’s benutzt.
Warum telefoniert die S. denn nicht mit ihrem Handy?
Das hatte sie nicht dabei.
Warum geht die S. denn dann nicht zum Telefonieren ins Sekretariat?
Wir wollten eine Pizza bestellen und das konnten wir ja schlecht von da machen.

(In zwei Wochen bekommt das Lottchen ihr Handy wieder, außer wir holen es schon vorher für sie ab. Und nun würde mich ja mal interessieren, was Sie machen würden. Lassen  Sie a) ihr Kind zwei Wochen ohne Handy, damit es seine Lektion lernt? Oder holen Sie b) das Handy gleich morgen ab, denn das Kind muss doch mobil erreichbar sein? Oder lassen Sie c) das Kind ein paar Tage zappeln, weil Sie durchaus auch etwas schadenfroh sein können, holen das Handy aber schon nach einer Woche ab? Oder führen Sie d) ein sehr ernsthaftes Gespräch mit ihrem Kind über das Einhalten von Regeln? Oder heben Sie e) ganz süffisant die Augenbraue, können sich aber ein Grinsen nicht verkneifen? Oder überdenken Sie f) noch einmal ernsthaft die Höhe des derzeitigen Taschengeldes? Oder schreiben Sie g) einen Brief an die Mensaverwaltung der Schule, in dem Sie die Geschmacksqualität der angebotenen Speisen ansprechen? Oder bestellen Sie h) in den nächsten Tagen zusammen mit dem Kind eine Pizza, da Ihnen auffällt, dass Sie dies viel zu lange nicht gemacht haben. Oder i)? Sagen Sie doch mal, ich verrate Ihnen dann auch, wie wir reagiert haben.)

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am Dienstag, 22. September, 2009 um 16:26 und ist eingeordnet unter Antonmenschen. Sie können den Antworten zu diesem Beitrag mit RSS 2.0 Feed folgen. Sie können etwas sagen oder einen Trackback von ihrer Seite setzen.

47 Kommentare zu “Pizza connection”

  1. Ellen sagt:

    eine Mischung aus a/c, d, e und h – so ganz kinderlos und aus dem Bauch….

  2. Kari sagt:

    h, denn das Kind wollte ja nur hilfsbereit sein und hat schließlich nicht selbst telefoniert ;)

  3. steffi sagt:

    eindeutig h ;-)

  4. Christine sagt:

    Sonnenklar Variante a). Die wertvollsten Erkenntnisse zieht man aus dem größten Druck, der in diesem Falle resultiert aus: Strafe für Kollision mit Schulregeln, längere Nichtverfügbarkeit des Handy, Ertragen der Tatsache, dass die Eltern nicht die Kastanien aus dem Feuer holen und Schwelgen im Selbstmitleid, weil man schließlich nur helfen wollte. Das sage ich aus der Retrospektive, denn meine drei Kinder sind alle über 20.
    Was ich seinerzeit gemacht hätte? Es gab zwar damals keine Handys, aber vermutlich irgendwas in der Gegend von b)!!! Leider.

  5. Frau ... äh ... Mutti sagt:

    Ich weiß nicht, wie wichtig die Erreichbarkeit ist, manchmal muss das ja sein, mit Abholen und so. Bei uns ging´s ohne und ich würde tatsächlich für a) plädieren.
    d) käme direkt auf e), denn eine Regel ist auch dann gebrochen, wenn man nur nett sein will. Und da ich eine gemeine Mutter bin, würde ich erst ein bißchen spötteln und dann sehr eindringlich und ernsthaft sein. Vielleicht bei einem Stück Pizza.

    (das mit der Höhe des Taschengeldes ist ein sehr interessanter Ansatz, der bei uns auch oft diskutiert wird. Die Spardosen der Kindelein sind nämlich wohlgefüllt, besser jedenfalls, als mein Gelbeutel. Mpf.)

  6. ami sagt:

    e, f, a und dann gemeinsam vom festnetz aus eine pizza bestellen.

  7. the fairy sagt:

    Wow – strenge Schule – gleich zwei Wochen! Wobei – wir geben nur mit Brief der Eltern oder Abholung durch die Eltern heraus. Wie lange diese sich damit Zeit lassen ist ihnen überlassen. Wobei Essensbestellungen bei uns ebenfalls verboten sind – hätte also gleich doppelt “Rügen” geregnet ;-)

    Aus der Perspektive würde ich sagen ein paar Tage zappeln lassen ist schon sinnvoll. Wobei ich zwei Wochen für übertrieben halte. Ein paar Tage ohne Dauerkontakt tut aber sich mal gut ;-) Und ein Gespräch über Schulregeln sollte eh drin sein in dem FAll, oder? :-)

  8. anabel sagt:

    Oh, schwierig. Aber auch ich meine: a. Sie müssen es halt lernen. Und für die Erreichbarkeit in dringenden Fällen kann man das Handy vom kleinen Bruder oder der Mama ausleihen.
    Und das mit dem Taschengeld? Das liegt vollkommen in Ihrem eigenen Ermessen.
    (Wenn es ginge, würde ich meinen dreien gerne etwas mehr geben, damit auch mal ne Pizza einfach so *drin* ist. Da es nicht geht, lernen sie halt beizeiten, mit WENIG Geld hauszuhalten. Aber das, was sie haben, das können sie von mir aus gerne in Pizza investieren, wenns so dringend gewünscht ist…)

    LG anabel

  9. Morphium sagt:

    Handy abholen und dem Kind erst später wieder geben?

  10. Andrea sagt:

    Handy morgen abholen und dem Lottchen nur für unterwegs mitgeben mit dem Verbot einfach so zu telefonieren (wirklich nur der Erreichbarkeit wegen). Wenn sie zuhause ist wiedergeben lassen und kontrollieren, ob sie für dumme Nüsse telefoniert hat. Falls ja, Verlängerung. Hat sie zwei Wochen (oder so) überstanden, Pizza bestellen und alles nochmal Revue passieren lassen.
    Hmm, das sagt eine Mutter, deren Kinder 5 und 3 sind und die keine Ahnung hat, wie sie reagieren würde, weil noch so weit weg.

  11. lady_amy sagt:

    Ich würde nicht direkt morgen auf der Matte stehen, um das Handy zu holen, aber doch im Laufe der Woche vorbeigehen. Immerhin hat Ihre Tochter nicht selbst telefoniert und dieses “mitgehangen, mitgefangen” finde ich da etwas überzogen.
    Eigentlich müsste ich als angehende Lehrerin dieses Handyverbot an Schulen ja konsequent unterstützen, aber weit gefehlt, ich halte davon wenig.
    Jeder kann sein Handy lautlos stellen, es wird während des Unterrichts weggepackt, aber was die Schüler in den Pausen damit anstellen, ist mir herzlich egal. Und wenn das Essen wirklich so mies ist oder der Tochter mal der Sinn nach einer Pizza steht – na, bitte schön. Ich kann die Lehrer nicht verstehen, die deshalb ein Handy konfiszieren. Wenn sie im Unterricht damit telefoniert hätte, sähe die Sache anders aus, aber so… Nun ja. Meine Meinung… :)

  12. tanja sagt:

    Ich würde es abholen, ganz einfach, weil ich mein Eigentum und das der Kinder gerne Zuhause habe.

    Ob ich es dann aushändigen würde, ich weiß es nicht. Vielleicht so wie Andrea vorgeschlagen hat: Zur Schule nicht, zur Erreichbarkeit außerhalb von Schule schon. Telefonzellen gibt es ja nicht mehr überall.

    Aber zum einen weiß ich nicht, wie das bei Ihnen mit Schule, Ganztag und anschließenden Aktivitäten geregelt ist, vielleicht müsste es ja mit zur Schule um bei nachschulischen Aktivitäten dabei zu sein? Und zum anderen weiß ich nicht, wie Sie das mit anderen Sachen so regeln. Oder wie schlecht die Mensa ist und wie groß der Hunger.

    Aber ein Handy ist keine Lieblingspuppe, sondern ein Kommunikationsmittel. Und, da Sie selbst bloggen, wissen Sie ja um die Bedeutung von Kommunikation und Erreichbarkeit.

    Hach, schwieriges Thema. Wie haben Sie es denn nun geregelt?

  13. Frau_Mahlzahn sagt:

    f) — definitiv Antwort f).

    Meine Große hat zwar ein Handy — aber das liegt hier mit ohne Guthaben und leerem Akku rum, weil so dringend ist das mit der Erreichbarkeit dann doch nicht. Eigentlich nur dann, wenn sie in ihrem Zimmer hockt und uns nicht rufen hört, da würde ich dann gerne mal…

    So long,
    Corinna

  14. Gundi sagt:

    für mich eindeutig a). Ja und Gespräch über Regeln und dabei ins gemeinsame Kichern verfallen und evtl. Pizza bestellen oder selber machen auch. Aber ich finde Kinder und auch 13jährige können gut auch mal zwei Wochen “ohne” auskommen (jedenfalls in Hamburg, keine Ahnung wofür es bei Ihnen wichtig ist, ehrlich gesagt kommt selbst mein 15jähriger Sohn (freiwillig) ohne Handy aus). Außerdem könnte ja in diesem Fall S. solidarisch einspringen, wenn Ihre Tochter telefonieren muss.
    Ich bin jetzt aber auch sehr gespannt!

  15. Leseratte37 sagt:

    Das ist ja schon ganz schön lange, zwei Wochen.
    Unser Großer hat jetzt mein Altes, da seit zwei Wochen fünftklässler in der großen Stadt und falls unterwegs was passiert sind hier die Telefonzellen nicht mehr soo dicht gestreut.
    ich würde in dieser Reihenfolge reagieren:
    e) d) a)
    wobei ich das Handy wahrscheinlich vorher (zu einem mir passenden Zeitpunkt )holen, aber erst nach zwei Wochen rausrücken würde.
    Grüßle
    Leseratte, die sehr gespannt ist wie ihre Reaktion war.

  16. Frau_Mahlzahn sagt:

    ****Jeder kann sein Handy lautlos stellen, es wird während des Unterrichts weggepackt, aber was die Schüler in den Pausen damit anstellen, ist mir herzlich egal.

    Fällt mir dazu ein, auch wenn es nur weitläufig dazu passt: ich bin mit einigen Lehrerinnen befreundet, die zwar ein Handyverbot an ihrer Schule haben — ihr eigenes aber auch im Unterricht an. Weil es könnte ja was mit den Kindern sein. Ich finde das reichlich wunderlich. Gibt ja auch ein Sekretariat, über das man informiert werden kann, mal abgesehen davon, dass das ja nun mal gar nicht geht, sich selber nicht an die Regeln zu halten, die man von den SchülerInnen einfordert.

    So long,
    Corinna

  17. fuchsia sagt:

    e) a) und h)
    wobei meine erst sieben,fünf,und zwei sind.

  18. Multiples sagt:

    Als erstes e), dann erklären das a) der Fall ist und bleibt so von wegen eingebrockt und ausgelöffelt. Auch unsere Kinder können ohne Handy überleben (und ja wir können das auch aushalten, so schwer es fällt) und dann h) weil mein Gott ist ja nun kein Weltuntergang und Pizza bestellen ist ja grundsätzlich ne gute Idee.

    Ich bin schon gespannt auf die Auflösung :-)

  19. Anne sagt:

    i)
    Die S. mit einbeziehen – die hat schließlich ihr Handy noch…
    Halte ich für wichtig bei d) – geht aber auch bei c) oder a) in Absprache mit S.’ Eltern (dann müssten die das Handy der S. entsprechend daheim verwahren). Aber aufpassen, dass deshalb nicht die Freundschaft ruiniert (“wegen der bl….”), sondern an Solidarität appelliert wird (mitgehangen…).
    Soweit meine Theorie – und Ihre Praxis?

  20. Jan sagt:

    Ich überlege ja noch angesichts der Telefonzellenzählereiz hier, ob ich in Kindheit und Jugend jemals aus einer Telefonzelle nach Hause telefoniert habe. Vllt mal im Zeltlager – da war ich aber auch zwei Wochen weg und einmal hat man dann halt angerufen…

    Wenn *wirklich* mal was ernstes ist, fragt das bestimmt nicht scheue Lottchen einfach einen Passanten, der dann schon helfen wird (nicht unbedingt beim Pizza bestellen, da muss ich zustimmen)?!

  21. kaleema sagt:

    e), definitiv. Und dann? Ich vermute, dass das Strafmaß nicht wirklich überraschend kam, oder? Ich tendiere zu a).

  22. delilah dolittle sagt:

    e und h und handy holen :-) – riskieren wird sie’s ja eher nicht mehr und falls doch ist das ein “neuer Fall” ;-)

  23. hallebudgies sagt:

    i) Morgen früh zornig und erbost und erzürnt im Sekretariat der Schule vorstellig werden und auf Rückgabe des unrechtmäßig eingezogenen Eigentums der Tochter unter Androhung von 10 Anwälten pochen.

    Ist so hier schon passiert. Und die Eltern haben Recht bekommen.

  24. diba sagt:

    ich echi.

  25. jo sagt:

    Ich bin für c und e. g könnte man probieren, ich rechne mir aber nicht viel Erfolg aus, wenn ich ehrlich bin ;-)

  26. xatharina sagt:

    Ich dachte auch immer, dass man das Eigentum der Kinder nicht einziehen darf. Ich (Lehrerin) ziehe deshalb die Handys/mp3-Player immer nur bis nach der 6. Stunde ein. Aber meinen Söhnen werde ich das nicht verraten. Wenn da mal was konfisziert wird – selbst schuld!

  27. Kuntergrün sagt:

    Warum genau braucht ein Kind jetzt nochmal ein Handy? Ich komm einfach nicht auf eine plausible Erklärung. Wenn mal was ist, dann kann man ebend auch vom Sekretariat, von der Telefonzelle oder von der Freundin zu Hause aus anrufen.

    Daher bin ich definitiv für Variante a! Besonders die Begründung “Wir wollten eine Pizza bestellen” klingt mir jetzt nicht so ganz nach selbstlosem Märtyrertum…

  28. Karen sagt:

    So aus finnischer Sicht verstehe ich jetzt einfach mal überhaupt nicht, warum im Jahr xxx nach Einführung des ersten Handys in Deutschland selbige immer noch hauptsächlich verdammt werden.

    “Ich MUSS nicht STÄNDIG erreichbar sein!” “Wozu bitte braucht ein KIND ein HANDY?” “Dieses DAUERNDE Handygeklingel…!”usw. usf. Entschuldigung, aber ich kann’s nicht mehr hören!

    Ein Handy ist ein Telefon. Zur Kommunikation. Punkt. Handys haben (zumindest hier) Festnetztelefone inzwischen weitestgehend verdrängt. Und warum auch nicht. Sie sind ja doch ein Stückchen praktischer. (Vom Preisunterschied, den es in Deutschland immer noch gibt, reden wir jetzt mal nicht. Da hätte ich wohl auch ein Festnetztelefon “für immer” und ein Handy “für Notfälle”. Hier haben wir nie erst über die Einrichtung eines Festnetzanschlusses überhaupt nachgedacht.) Ich meine, schreibt heute noch jemand auf der Schreibmaschine statt mit Computer und Drucker? Na bitte!

    Handys sind hier so normal, dass die Leute auch einfach wissen, wie man sich damit zu benehmen hat. Ich habe noch nie, wirklich nie, ein Handy in einer Vorlesung oder im Kino klingeln hören. Und wenn jemand im Bus telefoniert, dann höre ich da genauso wenig oder genausoviel mit wie wenn derjenige sich mit seinem Sitznachbarn unterhalten würde. Und wenn ich nicht erreichbar sein will, dann schalte ich das Handy eben aus. Punkt.

    Und Kinder bekommen eine Prepaid-Karte. Wie oft die aufgeladen wird, wird eben vorher verhandelt. Wenn die alle ist, ist sie eben alle. Stundenlang mit der Freundin zwei Häuser weiter telefonieren muss weder mit Festnetz- noch mit Mobiltelefon sein. Und während des Unterrichts wird nicht telefoniert. Punkt. Was aber so schlimm daran sein soll, sein Handy während der Pause zu benutzen, das verstehe ich wirklich nicht.

  29. gudrun sagt:

    @Karen: ein Punkt, der gegen Handybenutzung in der Pause geht ist ja die Foto/Kamerafunktion, die jedes Handy hat.

  30. Karen sagt:

    Wie jetzt? Fotos darf man auch nicht mehr machen in der Schule? !

  31. gudrun sagt:

    Es gibt ja einen Unterschied zwischen Fotos und Fotos. Also kompromitierenden Fotos. Oder aber Filmchen, die gemacht und verbreitet werden. Oder aber Schülern, die keine Fotoerlaubnis haben aus unterschiedlichsten Gründen.

  32. tonni sagt:

    Zuerst e, dann h gemeinsam mit der freundin und die muss bittesehr vom taschengeld dem lottchen die pizza ausgeben. ich würds handy abholen gehn. und nach ein, zwei tagen dem kinde wiedergeben. nur vielleicht nicht in die schule ;-). da muss sie dann halt das handy von S. benutzen wenns nötig sein sollte. nur hoffentlich nicht fürs nächste bestellen…

  33. Erzangie sagt:

    Frau Mahlzahn,
    bei uns ist es so, dass die Lehrer eine DIENSTLICHE ANWEISUNG haben, ihr Handy im Unterricht dabei und auch AN zu haben. Im Rahmen des Präventivmaßnahmenpakets im Falle eines Amokalarms, da is nix mit zum Sekretariat gehen. Da wird die Klassentür nämlich abgeschlossen.

    Das gilt nicht für die Schüler im Haus der Kinder (5.-7. Klasse) da sind Handys verboten, im Haus der Jugendlichen (8.-10. Klasse) sind Handys mit Auflagen erlaubt. Finde ich eine vernünftige Regelung.

    Frau Antonmann, ich wäre für a). Die Regeln sind Ihrem Kind sicher bekannt, wer sie bricht, riskiert die angekündigte Konsequenz. Und ich persönlich finde es nicht gut, wenn Eltern die Regeln der Schule “einfach so” unterlaufen und damit die eh schon eingeschränkte Autorität ad absurdum führen. Für die Erreichbarkeit tut´s vielleicht ein eher unattraktives Nothandy?

    Auf jedenfall würde ich bald mal wieder Pizza bestellen ;-))

  34. Fräulein*Shafi sagt:

    e) dann c) und dann h) in der Reihenfolge *g*
    … vielleicht bin ich zu sehr noch selbst ein Kind.

  35. Spillie-Mama sagt:

    Das passt ja gerade wieder zu meinen “Trüben Gedanken” Eintrag. Kann man es verantworten, das das Kind nicht ständig erreichbar ist oder hat das Kind eine Lektion verdient?!

    Ich glaube ich würde sie schmoren lassen ….um dann in einer feierlichen Zeremonie unter Punkt H in Zusammenhang mit Punkt C das Handy wieder überreichen.

    LG
    die Spillie-Mama

  36. Ute sagt:

    Mal wieder ein interessanter Beitrag und hier kommt mein Voting:
    Ganz klar A und ein Tick D (kein ellenlanger Vortrag) und im Badezimmer ganz für mich allein ein kleines E.

    ZU B: Wieso muss Kind mobil erreichbar sein. Wir wohnen ländlich und meine Kids (16+18) schaffen das auch. Zwei Wochen sollten doch machbar sein. Zuweilen wird den Kids doch auch was genommen, oder? Wenn ich unterwegs war, dann war ich weg …. herrlich!
    ZU C: Wieso soll ICH das abholen? Der Gang muss selber geleistet werden.
    ZU F: Das Taschengeld hat für mich kein Bezug darauf. Es ist ihr Geld und damit dürfen, nein müssen, sie frei schalten und walten. Ob Pizza anstatt Butterbrot; ob Teeni-Zeitschrift anstatt Buch!
    ZU G: Das würde ich zuvor testen.
    ZU H: Nööö … bzw. wäre eine Idee für danach … wenn die zwei Wochen um sind ;-)

  37. der haltungsturner sagt:

    hmm. Wir _könnten_ es nicht vorher abholen, weil wir nicht zu Öffnungszeiten der Schule in der Nähe der Schule sind. Ich glaube, ich würde also i) wählen: “Liebes Kind, das ist dein Problem, aber hier ist ein Schreiben an deine Klassenlehrerin, in der ich die Herausgabe persönlichen Eigentums verlange, denn das Einbehalten eines Handys für mehrere Tage ist pädagogisch sinnlos und latent kriminell und das verbitte ich mir.”
    Ich denke: Die Schule muss für ihre sinnlosen Regeln selbst gradestehen (und ein Telefonierverbot außerhalb des Unterrichts ist sinnlos aus meiner Sicht, abers als ein Fotografierverbot, das aber durch Medienerziehung und nicht durch Verbote durchgesetzt werden muss, wozu aber eine Medienkompetenz vorhanden sein muss, die ich nur bei wenigen Lehrerinnen meiner drei Schulkinder erlebe).

    Und nun lösen Sie doch endlich mal auf, Frau Antonmann, bin schon sooo gespannt!

  38. Frau Antonmann sagt:

    Ich erfuhr Mittags von dbEva von der Geschichte und konnte mir ein breites Grinsen nicht verkneifen (also etwas von e)). Erst am Abend, beim gemeinsamen Kochen ergab sich die Gelegenheit, mit der Tochter über den Vorfall zu sprechen (etwas von d) war definitiv mit dabei). Heute hat dbEva das Handy in der Schule abgeholt (also ein Teil von b)), und wiederbekommen wird sie es irgendwann zwischen a) und c). Über f) und g) mache ich mir zur Zeit keine Gedanken und h) wird an dem Tag gemacht, an dem wir ihr das Handy wieder zurückgeben werden.

    Warum und weshalb wir nun genau so reagiert haben bzw. reagieren, mag ich hier nicht in allen Einzelheiten erklären. Ich fand tolle Ansätze in Ihren Kommentaren, vieles deckt sich mit dem, wie wir es auch machen, vieles würde vielleicht als Vorgehensweise bei einem anderen Kind genaus das Richige sein. Unsere Reaktion hat einfach mit dem Leben zu tun, das wir hier bereits 13 Jahre gemeinsam mit unserer Tochter führen. Das kann man schlecht in ein kleines Kommentarfeld pressen. Wir haben es ja nicht mit einer fiktiven 13jährigen zu tun, sondern mit einem uns sehr vertrauten Menschen und somit sind solche Entscheidungen für uns immer das Ergebnis eines Miteinanders, eines Gesprächs, einer Einschätzung der Situation. Für uns war eigentlich erst nach dem Gespräch mit dem Kind am Abend klar, wie wir nun genau vorgehen werden. Klar hatten wir Möglichkeiten im Kopf, aber letzendlich geht’s nur aus der gemeinsamen Beziehung heraus.

  39. Kari sagt:

    “Unsere Reaktion hat einfach mit dem Leben zu tun, das wir hier bereits 13 Jahre gemeinsam mit unserer Tochter führen. Das kann man schlecht in ein kleines Kommentarfeld pressen.”
    Damit ist irgendwie alles gesagt :)

  40. dufftowna sagt:

    Spät aber doch möchte ich auch noch gerne meine Meinung kund tun. Aus erzieherischen Gründen wäre ich ja auch für a) oder halt so wie ihr es gemacht habt, Handy holen und dem Tochterkind nicht sofort wieder aushändigen. Wenn das ganze jetzt aber bei uns vergekommen wäre, dann hätte ich b) genommen, ganz einfach weil der Sohn jetzt erst seit 1 Woche in der 5. Klasse in der Realschule der nächsten Stadt ist, und es schon mal geschafft hat nicht den richtigen Bus zu bekommen. Wenn er da kein Handy hätte wäre ich sehr beunruhigt. Freilich kann man jetzt sagen, vor 10/15 Jahren war auch noch kein KInd mobil erreichbar, aber die Zeiten haben sich halt geändert, vor 10 Jahren war auch das Internet noch nicht so verbreitet oder halt auch noch wahnsinnig teuer, trotzdem sind wir jetzt alle ständig online. Times changes, warum nicht auch für unsere Kinder

    Viele Grüße
    Andrea

  41. Liz sagt:

    Ich hab es bei den meisten Dingen zu Schulfragen gehalten, wie mein Vater es mir beibrachte. Der durchaus seine Regeln hatte, die man einhalten sollte. Aber wenn was in der Schule angstellt wurde, musste man es auch alleine ausbaden. Und er quittierte es verschmitzt mit dem Satz ” Mädel, Du kannst alles machen, Du darfst Dich dann aber nicht erwischen lassen.”
    Ob dbmS bis zu seinem Abi im Sommer sein Handy immer in der Schule artig abschaltete ? Keine Ahnung. Muss ich auch weder kontrollieren noch wissen. Wenn, hat er sich nicht erwischen lassen oder den Rüffel auch allein kassiert. Für Fehler grade stehen, muss man auch lernen. Handy gabs da nicht.

    Und ob und warum ein Kind heutzutage IMMER erreichbar sein muss ? Weil es Gewohnheit wurde. Und weil es für Eltern beruhigend ist, dass sie einen und man sie erreichen kann, falls mal was schief läuft, es später kommt, etc. Auf Gewohnheiten mal zeitweise verzichten zu müssen, weil man einer Regel zuwiderhandelte, halte ich nicht für die schlechteste lektion. Weil das Handy aber auch beruhigende Wirkung hat, wenn Kinder aushäusig sind,strafen wir uns als Eltern damit aber auch mit ab.
    Also könnte man als Alternative dann vielleicht den Handy-Verzicht tauschen gegen einen anderen Verzicht, der auch zwickt für eben die 2 Wochen, die sonst auf das Handy verzichtet werden müsste. Sie kennen Ihre Mäuse besser, was da am besten wirkt.
    Oder andere Möglichkeit: Handy auch in der Schule holen und dem Kind mitgeben, aber Nutzung nur wenn es ausser Haus unterwegs ist und für den Notfall, aber nicht zur Nutzung im übrigen für eben auch 2 Wochen. Diese zweite Version hat zugegebenermassen eine bisschen hintersinnige Idee – es muss dann selbst die Verantwortung tragen, dass es sich daran hält und das Vertrauen rechtfertigt, sich auch daran zu halten, wenn keiner es merken würde. Wäre aber dann ja ein nicht schlechter Nebeneffekt. ;-)

  42. FrauW. sagt:

    Also… so ganz ich es es nicht fassen. So viele, die bedingungslos a) nehmen würden? ??

    Wo es sonst immer heißt: “WIr früher, was hatte wir für tolle Nachmittage, so frei und ohne elterliche Kontrolle, was konnten wir alles anstellen. Und heute?”

    Genau. Und heute? Heute wird gleich der erste Versuch, sich mal echt groß und cool zu fühlen (“Bestellen wir uns doch ‘ne Pizza”) sofort enttarnt und geahndet.

    Dass die Schule da ihre Regeln hat (und die von der Tochter und der Anruferin jetzt sicher auch immer ernst genommen oder evtl. das nächste Mal geschickter umgangen werden :-) ), ist eine Sache.

    Aber von Seiten der Eltern?

    Da war mir das breite Grinsen der Mutter doch deutlich näher als alle Rufe nach Regeleinhaltung, Lektion erteilen etc. Die Kinder sind doch nicht doof; die Mädels ärgern sich doch vermutlich am meisten über sich selbst…

    Und außerdem: Es war ein PIZZA, die bestellt werden sollte und kein Klingelton, der von einem Anbieter aus einem Land weit, weit weg zu horrenden Kosten heruntergeladen wurde oder sonst was.

    Jedenfalls guten Appetit, wenn die Pizza dann demnächst kommt. Und für die Hochzeitszeitung der Tochter haben Sie da ja jetzt schon eine schöne Anekdote.

  43. xatharina sagt:

    @FrauW. : Schließt sich a) in Verbindung mit einem Grinsen aus?! Nicht ich als Mutter erteile die Lektion, sondern der entsprechende Lehrer. Der sollte nicht grinsen.

  44. Frische Brise sagt:

    Eigentlich wundere ich mich am Meisten darüber, daß die Schüler sich eine Pizza in die Schule kommen lassen.
    Ist mir noch nie untergekommen.
    Wo wird die abgeliefert – im Sekretariat?

  45. Liz sagt:

    @Frische Brise….am Schultor natürlich…. ;-) wo sonst?

  46. Marlies sagt:

    @ Frische Brise: Wir haben uns immer vor der Religionsstunde etwas zu essen bestellt. Wenn der Lieferant mit den Essen da war, hat er bei dem Anrufer anklingeln lassen und derjenige hat das Essen dann auf dem Lehrerparkplatz abgeholt.

  47. Ute sagt:

    Da ist es wieder – dieses “wie kann man nur?” Dabei hat Frau Antonmann ihre Handlung für ihr Kind so schön beschrieben.
    Und das A kann doch so different ausfallen … vielleicht viel liebevoller als das achso tolerante B.
    Das Leben ist halt nicht schwarz-weiß, sondern richtig schön bunt ;-)

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