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Wenn ich weinen muss, dann stelle ich mich manchmal unter die Dusche. Wenn das Leben zu sehr um mich tobt und ich das Gefühl habe, keinen Rückzugsort im Haus zu haben. Wenn ich weinen will, ohne erklären zu müssen. Ich geh’ dann mal duschen wird halt einfach eher hingenommen als Ich geh dann mal weinen.

Ich geh dann mal duschen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlicht am Donnerstag, 19. November, 2009 um 20:11 und ist eingeordnet unter Antonmenschen. Sie können den Antworten zu diesem Beitrag mit RSS 2.0 Feed folgen. Sie können etwas sagen oder einen Trackback von ihrer Seite setzen.

18 Kommentare zu “.”

  1. diba sagt:

    Da machen Sie einfach aus Wash´n go
    ein Wash´n cry.
    Tsstss.

  2. Puppe sagt:

    Das ist gerade ganz schön traurig, Frau Antonmann.

  3. blaueSuppe sagt:

    Ich muss jetzt auch irgendwie ein paar Tränchen wegblinzeln, wenn Sie sowas schreiben. Darf ich mit unter die Dusche? Äh, zum weinen? *schnüff*

  4. Ruth P. sagt:

    Kopf hoch und durch. Gibts nix was man umdrehen und zum lachen machen kann? Ach, das ist echt schade. (mal schnell auf die Schulter geklopft, gedrueckt, morgen ist alles besser….)

  5. Martina sagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=jkWuhVDmQGI

    (mein Stimmungsaufheller. ganz laut machen.)

  6. Kari sagt:

    Oh ja, duschen hilft mir da auch immer. Eine liebe Umarmung an Sie.

  7. GZi sagt:

    Dusche, richtig heiße Dusche hilft bei mir auch immer, schön in den Nacken prasseln lassen und immer weiter noch ein bisschen heißer aufdrehen, wenn die Temperatur nicht mehr warm genug ist. Heiße Duschen sind einfach gut für die Seele!

  8. Gabriela sagt:

    fliessen lassen

  9. Julie Paradise sagt:

    Wenn ich einmal am Tag meine Ruhe haben will vor allem und jedem und sie nienicht bekomme, gebe ich vor, auf die Toilette zu müssen. Da sitze ich dann und habe wenigstens einige Minuten für mich, soviel wird einem dann doch zugestanden. Aber einfach so duschen gehen obwohl das Baby schreit und der Haushalt ruft und noch irgendwas ist, das würde wohl nicht durchgehen. Zumal, was wenn man einmal woanders ist, zu Besuch?

    Aber gerade auf dem Klo als einzigem Ort zum Durchatmen zu kommen ist schon einigermaßen grotesk und — traurig.

  10. Frau Singsang sagt:

    Ach Frau Antonmann lassen Sie sich mal knuddeln …
    ich kann Sie mit der Dusche recht gut verstehen – manchmal tut weinen unheimlich gut und erleichtert, die Tränen fallen nicht so auf und einen so preiswerten Stressabbau ;-) ohne den Mann zu beweinen gibt es wohl auch selten. Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende mit viel Gelächter …

    LG Frau SingSang

  11. Frische Brise sagt:

    Och, Frau Antonmann!
    Ich würde als Ihr Ehemann bei solchen Zeilen einen ganz schönen Schreck bekommen.

    Wie wärs mit einem Schild an der Zimmertür; “Bitte nicht stören!” ?
    Und dahinter ein schöner Lesesessel mit einer kuscheligen Decke?
    Ein Eckchen ist doch bestimmt noch frei, oder?

    (Ich habe vorhin darüber nachgedacht: Meist hat jedes Kind sein eigenes Zimmer, Männe hat den Hobbykeller – aber was bleibt der Mutter um mal Ruhe zu haben? Das Klo! Na toll…)

  12. Kassiopeia sagt:

    Ich gehe dann abends allein im Dunkeln spazieren…

  13. Annie sagt:

    Mich ueberkam es heute morgen im Gym. Einfach so, waehrend ich meine Runde drehte. Zum Glueck war ich alleine dort. Hab mich mit einem Handtuch in die Umkleide verzogen, auch die war leer. Und hinterher hielt man das rote Gesicht fuer verschwitzt, nicht verheult :o) Ich drueck Sie mal, so aus der Ferne x

  14. Silke sagt:

    Liebe Frau Antonmann, das ist so das Traurigste, was ich mir vorstellen kann. Liebe Grüße, Silke

  15. Markus sagt:

    Musste(n) auch recht viel Weinen die letzte Zeit – zu hause, auch mal im Büro, mehrmals sogar in der Öffentlichkeit. Sehr überraschend, wie doll vermeintlich weit entfernte Dinge einen sooo im Herzen treffen können.

    Müssen uns mal wieder treffen, Familie Antonmann!
    Liebe Grüße Markus

  16. Frau Antonmann sagt:

    Ich habe jetzt lange darüber nachgedacht und merke, dass ich für mich das gar nicht so traurig finde. Dass es Augenblicke gibt, in denen einem zum Heulen ist, weil man ausgelaugt, enttäuscht oder halt einfach mal unglücklich ist, das ist doch recht normal. Und ich für mich habe hier bei uns im Haus die Dusche als meinen Rückzugsort gewählt. Da weiß ich, dass mit größter Wahrscheinlichkeit keins der Kinder zu mir kommt, weil sie wissen, dass ich ihnen, so nackisch unter der Dusche stehend, eh nicht helfen kann. Das warme Wasser tut gut und hinterher ist man sogar noch sauber und wohlriechend.

    Markus
    Oh ja, ich weiß.
    Wir sehen uns bestimmt demnächst. Der Mann und ich müssten nur endlich mal unsere Termine klarkriegen, dann könnten wir auch endlich auf eine Mail antworten. Wenn dann der Mann mal wieder einen Abend zuhause ist. Aber, wem sag’ ich das? :)) Liebe Grüße zurück.

  17. tonni sagt:

    Ich finds eigentlich wunderbar. Dass Sie da einen Weg und Ort gefunden haben, Tränen fliessen zu lassen und es auch zu können. Und das selbst mitten im Alltagstrubel ein wenig ungestört. Weinen reinigt. Nicht immer, aber oft. Und irgendwie passt das schon ganz gut zum Duschen…

  18. Frau … äh … Mutti » Archiv » Dünnhäutig sagt:

    [...] werden alt und krank. Vorher wachsen sie einem aber so ans Herz, dass man den ganzen Tag duschen möchte, wenn man dem Verfall [...]

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