Schreibst du
in meine Freundebuch?
(Manchem ist wahrscheinlich gar nicht bewusst, wie schwer man es als Lehrerin wirklich hat.)
(Letzte Woche hatte ich eins mit Drachen. Da musste ich auch so Sachen wie “mein coolstes Game”, “ich bin Fan von”, “liebste Freizeitbeschäftigung” und “Lieblingsfernsehsendung” kindgerecht formulieren. Man will ja auch nicht, dass sich die Eltern Sorgen machen.)


19. November 2009 um 14:32
aaahh endlich eine idee für richtig geldmachen: »das andere freundebuch« von skizzenblog ;-), harhar… da lass ich mir mal was einfallen.
19. November 2009 um 15:25
Sowas gibt es immer noch? Manche Dinge sterben eben nie. Als Kind fand ich die Dinger auch wahnsinnig toll, obwohl ich nie einen Lehrer hat reinschreiben lassen. Nicht dass ich mich erinnern kann auf jeden Fall.
19. November 2009 um 15:41
Das geben aber nur Streber an ihre Lehrer weiter, oder?!
19. November 2009 um 15:45
…da mach`ich mir eher Sorgen um die Erfinder von so uncoolen Fragen!
Mal ehrlich, so ein altes Poesie-Album mit den abgedroschenen Sprüchen hat mir immer besser gefallen. Und dass man nicht extra betonen muß, dass da sowieso nur Freunde reinschreiben, fand ich jetzt auch nie dramatisch…
Vielleicht werden die Freundebuchfragen auch erst dann interessant, wenn der vermeintlich richtige Zeitpunkt ein`s zu haben, längst überschritten ist?
Mein Sohn brachte schon in der 1.Klasse das erste Freundebuch aus der Schule mit und hatte Mühe die Fragen zu buchstabieren, geschweige denn, schreibend zu beantworten…
Denke auch, dass alle Erwachsenen den Eintrag etwas problematisch sehen…
Wenn das Kind dann Jahre später den “kindgerechten” Antworttext nochmals liest…
Da ist so ein “Spruch für`s Leben” unverfänglicher, deren Ursprung schließlich oft von herausragenden Persönlichkeiten stammt…
Nur gut, dass entspannte (Pädagogen), ähm Leute das alles nicht so eng sehen ;O)
GLG
PE
19. November 2009 um 16:23
ui, toll.
19. November 2009 um 16:30
ich habe aus meiner Kinderzeit auch noch zwei Poesiealben… so hießen die “Freundebücher” früher, mir scheint, so langsam komme ich in das Alter, in dem ich ab und zu feststelle, das “früher” zwar nicht alles aber doch vielleicht das eine oder andere “besser” war..
19. November 2009 um 16:47
Haha, als Lehrer punktet man immer super mit Sprüchen wie “Lernen ist wie Rudern gegen den Strom – hört man damit auf, treibt man zurück” :-)
19. November 2009 um 17:01
Ich hab früher immer
“Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu Andrer Glück, denn die Freude die wir geben, kehrt ins eigne Herz zurück.”
ins Poesiealbum (Pööösi!!) geschrieben. Hach.
Ein sehr weiser Spruch. Könnte ich eigentlich mal anführen, wenn sich das Kind das nächste Mal trotzend über den Boden wälzt:)
19. November 2009 um 18:06
Ach, diese unseligen Freundebücher… Warum bitteschön gibts keine Poesiealben mehr???? Winzige Zeilchen für riesige Erstklässlerschrift, dämliche Fragen …. doooooof! (Nett fand ich es dann allerdings schon, was von den Lehreinnen zu erfahren, z.B., daß die eine auch ein Mittelalterfan ist *ggg*)
Ich habe meine Poesiealben von früher noch… Hach, DAS war halt noch nett! Ich glaub, ich schenk den Kindern zu Weihnachten welche! *Kicher*
19. November 2009 um 18:15
Schule? Hahaha.. meine Kids haben die Teile bereits ausm KiGa mit nach Hause geschleppt! Und weils so scheen is, hat Sohnemann auch eins hier rumzuliegen, welches ich aus unerfindlichen Gründen noch nicht in den Verteiler Gepackt habe im Kiga.
19. November 2009 um 18:40
Ist das nicht voll die Auszeichnung für eine Lehrerin?
Da könnte man schon einen kleinen Wettbewerb unter Lehrern draus machen. Wer die meinsten Freundebücher mit nach Hause nehmen DARF, ist der beliebteste Lehrer der Schule!
Du bekommst den *gutegemachtweiterso* Stempel auf den Handrücken :-)
19. November 2009 um 19:42
Hat mal jemand von diesen Freundebuchdings-Verlagen an Datenschutz gedacht?
Eigentlich freue ich mich auch, wenn ein nettes Schülerlein möchte, dass ich in so ein Dings (iih, in Mimihopps-pink…) schreibe. *Schreiben* immerhin, nicht klicken in schü.ler.v.z oder so :) . Aber die meisten Fragen umgehe ich irgendwie gequält ‘kreativ’ (Meine Telefonnummer…steht im Telefonbuch. Ich wiege…mal mehr, mal weniger. Ich bin jetzt 3 Jahre (ä)lt…er als meine Schwester.).
Einen schönen Sinn-Spruch finde ich nach wie vor besser als dieses Steckbrief-Abgehake. Meine Vorschullehrerin hatte in mein geliebtes Album wunderschön kalligraphiert. Das kann ich nicht, male aber meist kunterbunt Noten und Text von “Froh zu sein bedarf es wenig…” Dafür wäre in diesem Büchlein sogar auch ein Platz.
19. November 2009 um 19:51
In viele Alben muss ich schreiben,
aber lieber ließe ich es bleiben.
Seitenweise Daten, Fakten, blöde Fragen,
der Schwachsinn ist kaum zu ertragen.
Bin eine gute Lehrerin
und schreib dir trotzdem etwas hin.
19. November 2009 um 20:04
@ diba: Wunderbar! Darf ich mir das merken und bei Bedarf benutzen?
19. November 2009 um 20:19
Da bin ich ja froh, dass meine Berufsschüler das nicht mehr haben…
Was wurde denn als Lieblingsfarbe eingetragen? Glitzer ;-) ????
19. November 2009 um 20:51
Wenn ich eben genau “solche” Freundebücher bekomme, überklebe ich die Seiten, male ein schönes Bild und schreibe einen Spruch hinein. (und das kam bisher immer gut an … und keiner vermisste die Antwort auf: “was ich tun würde wenn ich einmal Prinzessin wäre..” oder ähnlich “lustiges” schauder)
20. November 2009 um 08:41
Ich bin gespannt auf das Skizzenblog-Freundebuch und wäre sicher Abnehmer.
Frau Antonmann, in der Situation von Kommentar N° 8 könnte sich dieser Spruch sehr schnell gegen Sie kehren, wenn das trotzend-wälzende Kind Ihnen vorhält, “dann TU das doch, Mama, TRAG doch endlich zu meinem Glück bei – und TU, WAS ICH WILL!”
23. November 2009 um 20:29
“Weißt du, worin der Spaß des Lebens liegt? [...]
Also für mich persönlich auch nicht im Füllen von Freundebüchern ;-)
Ein Teil, den ich am Lehrerinnendasein gaaaar nicht mag!
LG Jule (mittlerweile mit Lieblingsmannschaft: HSV)